Nina macht jeden Dienstag in Upcycling und Roboti sammelt Helden des Alltags. Find ich beides gut.
Schon letzte Woche gepostet haben wollte ich dieses Ergebnis von wegen Upcycling und Küchenfenster-Verschönerung:


Es sorgt dafür, dass unser Küchenfenster nicht mehr leer und trist aussieht und dafür, dass mir niemand im Vorbeigehen in die Töpfe luschern kann. Entstanden aus folgendem Krams der hier noch so herumflatterte:
Eine Rolle Weihnachtsbastelpapier (aussortiert in den 80ern. Mein Vater war damals Substitut in einem Warenhaus ((RIP. Quelle Schickedanz AG & Co)) Zuvor hatte auch meine Mutter schon ihre Ausbildung dort absolviert. Wir Kinder waren wohl bekannt. Jegliche nicht mehr zu verkaufende Ware die auch nur im weitesten Sinne zum verbasteln taugte wurde unverzüglich bei Herrn P. abgeliefert, was zu einem gewissen Überschuss führte, von dem ich noch heute zehre). Ein Wörterbuch in doofer Ausgabe. Ein paar Gardinenstangenhalter die sich noch von den Vorbesitzern an den Fenstern befanden. Und nicht im Bild: zwei Stöcke aus dem Garten und ein bisschen Nähgarn.
Zur Vorgehensweise:
Erstmal hab ich jede Menge kleine goldene Kreise (die Verpackung von Schaumküssen wäre sicher auch gut gewesen, fällt mir grade auf) und große beige Kreise gestanzt. Halb so viele goldene wie beige. Um dann die goldenen auf die beigen mittig aufzukleben.
Dann hab ich den oberen Stock mittels eines an beiden Enden befestigten Fadens über der Tür aufgehängt. Mich von innen nach außen vorarbeitend hab ich immer einen Faden (doppelt genommen) an den Stock geknüpft und dann in gleichmäßigem Abstand zwei Kreise mit Faden dazwischen angeklebt. Das ergibt lauter einzeln baumelnde Ketten.
Damit das Gebaumel sich nicht ständig verheddert folgte unten ein weiterer Stock. Ersteinmal in gleicher Länge an den äußeren beiden “Ketten” angeknüpft, dann alle weiteren Fadenenden daran befestigt.
Blieb noch die Aufhängung. Von den Kleinen Häkchen hab ich hinten das alte Klebepad abgekratzt und sie dann einfach mit einem Stückchen Montageklebeband in gewünschter Höhe direkt aufs Fenster geklebt (so bleibt das Fenster kippbar). Nu noch mit zwei kleinen Fädchen die Kreis-Faden-Stockkonstruktion aufgehängt und fertig! (Weils ja soooo schnell ging! Die Kreise an die Fäden zu kleben und die Fäden gleichmäßig an den unteren Stock zu knoten waren echte Strafarbeiten. Hat sich trotzdem gelohnt, wie ich finde.)
Letzte Woche irgendwie auch ausgefallen war mein Held des Alltags. Dafür heute einer, den wir wirklich bei jeder sich bietenden Gelegenheit einsetzen:
Olivenöl. Etwa acht Liter verbrauchen wir jährlich. Gut dass meine Eltern uns regelmäßig Nachschub vom italienischen Erzeuger importieren. Liebe Eltern, solltet Ihr es je lesen: Danke, Danke & nochmal: Danke!