Jahrelang kam ich großartig ohne großartiges Kochen aus. Ich meine, ich habe in Hotels gearbeitet. Zum zu Hause essen war da gar keine Zeit. Und wenn in Hotels etwas reichlich vorhanden ist, dann Verpflegung! Das Niveau reichte von Futter für die Massen über gutbürgerlich bis hin zur astreinen Gourmetküche und ich kann mich nicht beschweren: ich habe immer gut gegessen! In der Zeit davor bin ich auch nicht gerade verhungert. Das war im Studium… 5x die Woche Pasta war da total ok. Dafür gab´s den Rest der Woche Döner.
Worauf ich hinaus will: Irgendwann ist der Lütte ein großer Lütter und dann sollte ich vielleicht in der Lage sein, einmal am Tag ein ernährungsphysiologisch sinnvolles Essen auf den Tisch zu stellen. Versteht mich nicht falsch: ich kann schon kochen. Nur hab ich´s einfach nicht im Griff. Mir fehlt die Routine. Und mein Repertoire ist nicht gerade riesig. Seit beginn der Elternzeit sind zwar schon große Fortschritte zu verzeichnen, aber jetzt will ich ins nächste Level: Wochenweise geplante Gerichte! Um mich etwas zu motivieren, hab ich mir ein nettes Hintergrundrähmchen für meine Pläne gebastelt. Klar, das Netz quillt über vor schicker Formulare (in Amerika scheint es Gang und Gäbe unter Müttern, 3 warme Mahlzeiten am Tag auf den Tisch zu bringen. Wenn die das alles essen, dann wundert mich nix mehr.) Aber für so eine wie mich ist das nicht niederschwellig genug. Ich würde daran scheitern, die Formulare auszudrucken (find ich eh nicht so gut, immer so viel zu drucken) und dann hätt ich die grade nicht zur Hand… Ne: meine Strategie: Ein Täfelchen, auf das ich die Fresszettel, auf denen ich mir meine Notizen zu machen pflege aufkleben kann. Vielleicht schaffe ich es dann auch mal, immer alles da zu haben, was ich für die vorgesehenen Gerichte so brauche. Daran hapert es bisher nämlich am meisten. Die letzte Woche hat das ganz gut geklappt. Jeden Abend ein gutes Essen (besonders gestern!) Heute warte ich ab, was die grüne Kiste so mit sich bringt und dann mal sehen, wie ich mich nächste Woche schlage! Irgendwelche Tipps von den erfahrenen Familienversorgerinnen und -versorgern?










